Spontane Gedanken

Stille-Einsamkeit


Stille ich höre dich, erkenne dich, fühle dich.
Du bist bei mir, ohne dich gerufen zu haben.
Wer bist du, fragt die Stille? Erkennst du mich?

Ja, sage ich: Was lehrst du mich?
Sieh dich an! Was ist aus dir geworden?
Zweiflerin, Trübsinn „Seinsgedanken“? Was ist damit?
Wer bist du, dass du nach dem Leben fragst?
Geborgen im Mutterleib (Haus) beschützt, behütet?
Woran fehlt es dir? Hörst du den Ruf der Liebe?
Was sagt sie dir?
Berühre mich, mein trauriges einsames Ich.
Mir verlangt nach dir.
Ach, vergiss doch all deine Fragen. Was soll ich dazu nur sagen?
Die Liebe hält nicht, was sie verspricht.
Lass es, es gibt sie nicht.
Verliebt sein, ist was für Kinder.
Was aus dir spricht, belächle es nicht.
Liebe hin oder her.
Da gibt es doch noch mehr!
Lachen, Spielen, anstatt dich selbst zu bekriegen.
Einsamkeit, ist das falsche Licht.

Ich bin hier um es dir zu sagen, da hilft wohl auch kein Klagen.
Tief in dir verborgen, bin ich, du erkennst mich, deine Sorgen.
Ich führe dich ins tiefe Tal, damit du herausfindest jedes Mal.
Mit Freude bist du dann übersät, sodass jeder dein Glück erspäht.
Du hast gewählt, deine Welt.
Mit Pauken und Trompeten, hört man deinen Puls mit Schrecken.
Wie klingt es in deinen Ohren? „Jetzt bin ich geboren!“
Einsamkeit bist du bereit?
Erkunden, erfahren, und mit Gottes Gnaden werfen wir uns ins Leben.
Was gibt es da wohl zu sehen, bereden?
Übel wird mir bei dem Gedanken, dass ich alleine werde wanken.

Ein Spiel, ein Wettlauf?
Vergewissere dich, sagen meine Gedanken.
Was kann passieren? Hast du viel zu verlieren?
Schmach, oder was wäre schlimmer?
Mich bekriegen, das geht immer.
Ich bin doch für dich ein guter Geselle.
Vertraut, dann bricht dir auch nicht die Seele.
Keine Gefahr droht hier drinnen, außen bist du lange nicht erschienen.
Mut voran, damit ich überleben kann.
Hier im Haus, machst du mir den Garaus.
Der Geschmack ist fahl, lieber Leben in Gefahr!
Deine Entscheidung finde ich gut, darin steckt der Mut.
Leben ist Gefahr, jedoch lohnt es sich allemal.
Einsamkeit wo bist du geblieben?

Stille habe ich umgeschrieben.
Ein anderes Blatt liegt jetzt vor mir,
kennst dich aus, es will was von mir.
Neues Leben, der Frühling kommt, wächst heran, man hört es kaum.
So leise, still und sicherlich,
mit Gewissheit berührt es mich.
Neues Leben tut sich auf, der Boden bebt im Wachstumsrausch.
Die Natur gedeiht ohne zu fragen, ich will es ihm nachtun,
ohne zu schweigen.

Februar 2025